Phytotherapie

 

Wichtigste und bekannteste Säule der Naturheilkunde ist die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde. Sie ist wohl die älteste Therapieform seitdem es Menschen gibt und ist aus der Erfahrungsmedizin entstanden. Wissenschaftler fanden 6000 Jahre alte Aufzeichnungen von Kräuteranwendungen und auch im alten Ägypten wurden sie verwendet, wie archäologische Funde beweisen. Hippokrates hatte sich ausgiebig mit Heilkräutern beschäftigt und später im Mittelalter taten dies vor allem die Mönche und Nonnen, die bekannteste von ihnen war die Heilige Hildegard von Bingen. In neuerer Zeit war es Pfarrer Kneipp, Künzle und Weidinger, um einige bekannte Namen zu nennen.

 

Unserer modernen Wissenschaft gelingt es immer besser, die Inhaltstoffe der Pflanzenbestandteile zu erforschen und deren Wirkungsweisen zu erklären. Daraus ergeben sich immer wieder neue Anwendungsgebiete und Ansätze für die Herstellung neuer Medikamente. Daher ist die Phytotherapie einerseits alt und bewährt und gleichzeitig neu und modern.

Die Pflanzenheilkunde umfasst über 20 000 bekannte Pflanzen. Weltweit werden sie bis heute in allen Kulturen und auf allen Kontinenten verwendet und sind fester Bestandteil verschiedenster Therapieformen wie zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin, Tibetischen Medizin oder Ayurveda.

Verwendet werden Blüten und Blätter, Stängel, Samen und Wurzeln, Rinden und Hölzer. Durch Trocknung, Zerreibung, Extrahieren und Destillation werden die pflanzlichen Arzneien gewonnen und dann weiter verarbeitet.

 

Phytotherapie

 

Die Darreichungsformen der Pflanzenmedikamente sind sehr vielfältig. Sie umfassen Tees, Pflanzenauszüge wie Tinkturen, Frischpresssäfte, Mundspülungen, Inhalationen, Salben und Verarbeitungen in Tabletten und Dragees und als Bäderzusätze und Umschläge.

 

Die Inhaltstoffe einer Pflanze unterliegen, bedingt durch Standort oder Jahreszeit, ständigen Schwankungen. Um einen gleichbleibenden Wirkstoffgehalt in den Pflanzen zu gewährleisten ist eine Standardisierung der Ausgangstoffe erforderlich. Daher ist eine Wildsammlung und Eigenverarbeitung immer kritisch zu sehen. Da man selbst den Wirkstoffgehalt nicht abschätzen kann und auch eventuelle Schadstoffbelastungen der Pflanzen nicht erkennen kann, ist es wesentlich sicherer Kräuter und deren Produkte in der Apotheke zu erwerben.

 

Der Therapeut muss aus der Vielzahl der verschiedenen möglichen Pflanzen für nur ein bestimmtes Symptom, z.B. Husten, das jeweilige passende für den Patienten in der richtigen Anwendungsform und Dosierung finden.

 

Zudem muss er genau über Anwendungsbereich, Nebenwirkungen und Kontraindikationen wie zum Beispiel Schwangerschaft oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten Bescheid wissen um verantwortungsvoll damit arbeiten zu können.

 

 

 

Naturheilpraxis Andrea Iff

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